Gustav Seibt „Goethe und Napoleon oder die Militarisierung des deutschen Geistes“

Gustav Seibt „Goethe und Napoleon oder die Militarisierung des deutschen Geistes“

Montag, 16. September 2013

20:00 Uhr, Black Box, Gasteig

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Goethe nannte sich „ein Kind des Friedens“. Die Befreiungskriege gegen Napoleon kommentierte er mit dem Hinweis, dass er gegenüber einer Nation, der er den größten Teil seiner Bildung verdanke, nicht feindlich gesonnen sein könne. Was hat dies zu tun mit seiner Bewunderung für Napoleon? Erkannte er die Wirkmächtigkeit Napoleons für die Entstehung einer neuen Erbfeindschaft? Gneisenau wollte 1815 die Brücken von Paris sprengen, als Strafe für die Hundert Tage. Goethes Gastfreundschaft für den französischen Geschäftsträger hielt bis zu dessen letztem Tag in Weimar. 1813 als Scheidewende zwischen Goethe und Deutschland.

Über Dr. Gustav Seibt:

Er wurde 1959 in München geboren, wo er das humanistische WilhelmsGymnasium besuchte. Er studierte Geschichte und Literaturwissenschaft in Konstanz, Bielefeld und Rom und wurde bei Arno Borst in mittelalterlicher Geschichte promoviert. Seit 1987 arbeitet er als Journalist und Kritiker, unter anderen bei der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, der „Zeit“ und – seit 2001 – bei der „Süddeutschen Zeitung“. Als Buchautor ist Gustav Seibt mit historischen Darstellungen und Essaybänden hervorgetreten, darunter „Rom oder Tod. Der Kampf um die italienische Hauptstadt“ (2001), „Goethe und Napoleon. Eine historische Begegnung“ (2008) und „Deutsche Erhebungen. Das Klassische und das Kranke“ (2008). Sein Interesse gilt dabei dem Zusammenhang von historischer Erfahrung und literarischer Form. 1995 erhielt Seibt den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa, 2011 den Deutschen Sprachpreis. 2012 erhielt er den Friedrich-Schiedel-Literaturpreis, 2013 den Hildegard-von-Bingen-Preis für Publizistik. Er ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und Berliner Akademie der Künste.

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