Peter Sloterdijk "Goethe - Ein philosophisches Temperament?"

Peter Sloterdijk "Goethe - Ein philosophisches Temperament?"

Donnerstag, 10. Februar 2011

20:00 Uhr, Black Box, Gasteig

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Mit Rilkes Wort „Du mußt Dein Leben ändern“ hat Peter Sloterdijk eine Rückbesinnung auf die Kulturtechnik der „Anthropotechnik“ gefordert. „Ohne eine solche Selbsterziehungs-Revolution besitzt die aktuelle Menschheit keine Chance, ihre sich ankündigenden Probleme zu lösen.“ Goethe hat dieser Diagnose früh zugestimmt. Im zweiten Teil der Faust-Tragödie findet sich bereits die Aufforderung zur „Selbsterziehungs-Revolution“: „Wer Gutes will, der sei erst gut. / Wer Freude will, besänftige sein Blut.“ Das Gespräch soll daher der Frage nachgehen: War Goethe ein für die Gegenwart noch zu entdeckendes „philosophisches Temperament“ avant la lettre?

Peter Sloterdijk wurde 1947 geboren. Der Philosoph, Kulturwissenschaftler und Essayist studierte Philosophie, Geschichte und Germanistik in München und Hamburg. Seit den 80er Jahren arbeitet er als freier Schriftsteller und veröffentlichte zahlreiche Werke, darunter 1983 “Kritik der zynischen Vernunft”, welches zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts zählt. Sein Hauptwerk ist die Trilogie “Sphären” (1998-2004), eine Neuinterpretation der Geschichte der Menschheit unter dem Aspekt der gemeinsamen Raumbildung. Seit 1992 ist er Professor für Philosophie und Ästhetik an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, seit 2001 auch Rektor dieser Institution. Seit 1990 hatte Peter Sloterdijk auch eine Gastprofessur an der Akademie der Bildenden Künste in Wien inne. Kontrovers diskutiert wurden 1999 Sloterdijks “Regeln für den Menschenpark”, durch die er einer breiteren Öffentlichkeit bekannt wurde. Preise und Auszeichnungen u.a.: Sigmund-Freud-Preis, Lessing-Preis, Europäischer Essay-Preis Charles Veillon.

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